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Eine Reise in den Norden

Skandinavien, Hütte
Während im geographischen Sinn nur Norwegen und Schweden zu Skandinavien gehören, umfasst der Begriff im weitesten Sinne unter historischen und kulturellen Gesichtspunkten auch Dänemark, Finnland, Grönland, Island und die Färöer-Inseln. Der lateinischen Name “Scadinauia” stammt von den Römern und bezeichnet die Regionen nördlich Germaniens. Weitere Bedeutungen stehen für “gefährliche Halbinsel” oder “Insel des Nordwindes”. Die wilde Natur und die großen Weiten dieser Landschaften faszinieren die Menschen immer wieder.

30 Grad Celsius und Sonne

Naturgemäß haben die nordischen Länder im Sommer lange Tage und kurze Nächte, während es in den Herbst- und Wintermonaten bereits früh dunkel wird. Wer Strandurlaub sucht, der sollte sich eher nach Dänemark mit seinen langen Sandstränden begeben. In Island haben Sie auch im Sommer nur halb so viel Sonne und Temperaturen um die 13 Grad. Das Meer ist überall erfrischend kühl.

Mit dem Schlittenhund am Rentierknochen knabbern

Im Sommer ist die Natur in Schweden, Norwegen und Finnland ein Erlebnis. Wandern, schwimmen, Kanu fahren, angeln, segeln – den Wünschen sind keine Grenzen gesetzt. Auch die Reisewege sind individuell. Die Familie mag das rot gestrichene Holzhaus in Finnland am See, die Studenten fahren mit dem Motorrad oder dem Wohnmobil zum nördlichen Wendekreis, die etwas gesetzteren Paare bevorzugen eine Kreuzfahrt entlang der Hurtigruten mit dem Postschiff.

Winterreisen werden immer beliebter, da sie noch mehr Freiheit, Abenteuer und Wildnis vermitteln. Lassen Sie sich in Jukkasjärvi / Schweden im Eishotel verzaubern, wo Sie zwischen Eisskulpturen auf Rentierfellen schlafen. Mit Hundeschlitten gleiten Sie durch die verschneite Landschaft. Im Frühjahr, wenn der Schnee verkrustet, beginnt das Rentiertreiben mit Helikopter und Schneemobil.

Mit vier Hufen auf den Vulkan

Mit Island verbindet man Begriffe wie die baumlosen Weiten, auf denen Islandpferde grasen, aktive Vulkane, den Islandpullover und Kälte.

Rund 10 % der Insel sind mit Gletschern bedeckt. Zu diesen gehört auch der Vatnajökull, mit 8000 qkm der größte Gletscher Europas. Die karge Landschaft Islands hat nur eine dünne Besiedelung. Bei ca. 320.000 Einwohnern stehen jedem 3,1 qkm zur Verfügung.

Ausgangspunkt für Touren ist die Hauptstadt Reykjavik. Von hier aus kann man wandern, reiten oder fahren und das Land aus Feuer und Eis erkunden.

Aber auch Wellness wird inzwischen in Island groß geschrieben. Die heißen Quellen und viele Spa-Anwendungen lassen Stress und Hektik vergessen. Die Seele baumelt beim Betrachten der Nordlichter mit einem heißen Getränk in der Hand.

Kurz vor dem Nordpol, aber im Königreich Dänemark

Noch unberührteres Land findet man auf Grönland und den Färöer Inseln. Zwei Flugstunden von Reykjavik entfernt, sind Sie in Grönland. Ein paar Tage sollten Sie einplanen. Veranstalter erleichtern die Organisation von Bootstouren, Wanderungen oder Aussichtsflügen, bei denen Sie die eindrucksvolle Fjord- und Gebirgslandschaft sowie schwimmende Eisberge bewundern können.

Färöer wird auch die Schafsinsel genannt. Die Gruppe besteht aus 18 Inseln, auf halben Weg zwischen Norwegen und Schottland. Auf knapp 50.000 Einwohner kommen 70.000 Schafe. Haupteinnahmequelle ist jedoch die Fischereiindustrie.

Skandinavien für Naturliebhaber

Skandinavien bietet eine große Vielfalt an Eindrücken, für alle, die Neues erleben wollen und die Natur lieben. Wer auf 25 Grad Meerestemperatur und ewigen Sonnenschein verzichtet, kein Problem mit einem Regentag oder einem Mückenschwarm hat, der wird eine Reise in den Norden jederzeit wiederholen wollen.

Bildcredit: Jens Klingebiel – Fotolia